Grundigs Talfahrt vorerst gestoppt

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Hamburg – Nur durch Finanzspritzen ausländischer Investoren konnte der Absturz des Traditionsunternehmens abgewendet werden.

Schon vor drei Jahren musste Grundig vor der Insolvenz bewahrt werden, und auch die daraufhin gegründeten Nachfolgefirma Grundig Intermedia stand weiterhin auf wackeligen Beinen.

Das Defizit des laufenden Geschäftsjahres summiert sich bereits auf 20 Millionen Euro, wie in der Online-Ausgabe des Magazins „Der Spiegel“ am Donnerstag berichtet wird. Vor allem erhebliche Qualitätsmängel bei den Grundig-Fernsehern, beträchtliche Lagerbestände und zu hohe Kosten haben für die hohen Einbußen gesorgt.
 
Würde das Kapital von Grundig Intermedia nicht durch die türkische Beko Elektronik und die britische Elba, beide paritätische Gesellschafter, von derzeit 1,8 um mehr als 40 Millionen Euro erhöht werden, müsste das Unternehmen seine Pforten schließen. „Spiegel“-Aussagen zufolge unterhält Grundig Intermedia nur einen Anteil von 2,5 prozent am deutschen Markt für LCD- und Plasma-Fernseher.

Für das kommende Geschäftsjahr hat sich Geschäftsführer Hans-Peter Haase deshalb Umsatzsteigerungen und die Rückkehr in die Gewinnzone auf die Fahnen geschrieben. Dabei stehen vorerst allerdings noch Mitarbeiterentlassungen und weitere Strukturveränderungen im Rahmen des Sanierungsprgrammes „Grundig Plus“ auf dem Plan (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). [ft]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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