Kirch-Prozess: Breuer muss sich vor Gericht verantworten

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Ex-Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer steht ab Donnerstag wegen versuchten Prozessbetrugs erneut vor dem Landgericht München I. Das Verfahren wird nach einer Justizpanne im August fortgesetzt.

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem Banker vor, 2003 in einem der vielen Zivilverfahren rund um die Milliardenpleite des inzwischen gestorbenen Medienunternehmers Leo Kirch gelogen zu haben. Breuer wies die Vorwürfe bisher zurück (DIGITALFERNSEHEN.de berichtete).
 
Wegen seiner Aussage im aktuellen Zivilverfahren könnte Breuer noch ein weiteres Verfahren drohen, die Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen Aufsichtsratschef Clemens Börsig und Breuers Nachfolger Josef Ackermann. Sie sollen im aktuellen Zivilverfahren vor dem Münchner Oberlandesgericht im Mai falsche Angaben gemacht haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall und rechnet damit, dass sich die Arbeit noch hinziehen wird.

Es ist bereits der zweite Anlauf für das mit Spannung erwartete Verfahren, nachdem Mitte August der erste Versuch nach einer Justizpanne vertagt wurde (DIGITALFERNSEHEN.de berichtete). Wegen Terminproblemen hatte das Gericht damals einen Ersatzschöffen verpflichtet, aber auch dieser musste seine Teilnahme absagen. Der Name des zweiten Ersatzschöffen aber war der Verteidigung nicht rechtzeitig mitgeteilt worden. Daher beantragte die Verteidigung Breuers, die ordnungsgemäße Besetzung des Gerichts prüfen zu lassen. Weil die dafür vorgesehene Frist von einer Woche aber die anschließenden Termine wegen der Urlaubspläne der Richter infrage stellte, setzte der Vorsitzende Richter Anton Winkler das Verfahren aus. [dpa/su]

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