Kofler: „Premiere Austria 2007 in schwarzen Zahlen“

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Wien – Der Vorstandsvorsitzende der Premiere AG möchte darüber hinaus 400 000 bis 500 000 Premiere-Abos an die Österreicher bringen.

Dies erklärte Kofler in einem Interview mit der Tageszeitung „Österreich“. Derzeit zählt Premiere Austria 320 000 Abonnenten und hat damit im Geschäftsjahr 2005 laut Kofler-Aussage gegenüber der „Österreich“ noch fünf Millionen Euro Verlust eingefahren.

In Anbetracht der beträchtlichen Schulden von Premiere Austria – das Unternehmen hat noch 207 Millionen Euro Verluste – hilft der neue Vertrag über die österreichischen Fußball Bundesliga mit dem ORF schon weiter: Wie Kofler der Tageszeitung bestätigte, bezahlt der ORF deutlich mehr als der alte Rechteinhaber ATV, dem Premiere am Montag überraschend gekündigt hatte (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Genaue Zahlen wollte der Premiere-Chef jedoch nicht nennen.

Darüber hinaus kündigte Kofler in dem „Österreich“-Interview an, seinerseits den österreichischen Privatsender ATV auf ausstehende Zahlungen verklagen zu wollen. „Ein Gericht in München wird das entscheiden. Es geht um Millionen“, so Kofler.
 
Zwar wird Premiere Austria auch in diesem Jahr noch rote Zahlen schreiben, doch hält der Premiere-Vorstandsvorsitzende das Unternehmen für stabil: „Premiere Austria ist ein gesundes Unternehmen, das in den zwei vergangenen Jahren ein kräftiges, zweistelliges Umsatzwachstum verzeichnete.“ Um ein derartiges Wachstum zu erreichen, seien laut Kofler in der Regel auch hohe Anlaufinvestition erforderlich, die das Ergebnis 2005 belastet hätten. „Aber die haben wir einkalkuliert und liegen derzeit sogar etwas über Plan“, fügte ein zuversichtlicher Premiere-Chef im „Österreich“-Interview sofort hinzu. [lf]

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