Mediennutzung: TV und Radio liegen weiterhin vorne

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Nach wie vor sind TV und Radio die meistgenutzten Medien. Diese halten sich vor allem in Zeiten des Internets wacker auf ihrer Top-Position, obwohl die Digitalisierung inklusive Internet die Nutzung anderer Medien vorantreibt.

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Von TV und Radio kann das Publikum einfach nicht genug bekommen. Wie eine repräsentative Umfrage der ARD/ZDF-Medienkommission ergab, haben beide Medien nach wie vor die Nase vorn, obwohl das Internet beiden natürlich zu Leibe rückt. Rund zwei Drittel der Zeit, die sich der Deutsche für die Mediennutzung reserviert, gehen an Radio und TV. Das geht aus der Studie hervor, die von der Medienkommission während der Sitzung am Donnerstag in Mainz präsentiert wurde.

Einschließlich Parallelnutzung entfallen pro Tag etwa 566 Minuten auf die Mediennutzung. Bei den 14- bis 29-Jährigen liegt dieser Wert bei 561 Minuten. Das Internet spielt in beiden Fällen eine große Rolle, kann laut Studie allerdings nicht mit den klassischen Medien verglichen werden. Dieses zeigt sich für drastische Veränderungen verantwortlich, die in den letzten 15 bis 20 Jahren zu verzeichnen wären, insbesondere auch durch die neugewonnene Mobilität.

Das Internet wird laut Studie zu rund einem Viertel medial genutzt. Anderweitige Nutzung des Internets sind zum Beispiel Kommunikation, Spielen, Shopping, Onlinesuche, etc. Damit ist das Internet die wohl vielfältigste Anwendung des digitalen Zeitalters. Anders sieht es beim Fernsehen und beim Radio aus. Hier analysierte die Studie auch die Nutzung nach Stimmungslage, die sich in den vergangenen 15 bis 20 Jahren trotz technologischer Fortschritte nicht geändert hat. So erfüllt das Fernsehen – genauso wie die Tageszeitung – vor allem einen informativen Zweck, das Radio vielmehr einen emotionalen. Das Internet hingegen hat zahlreiche Nutzungsmotive, wenngleich der Informations- und Gebrauchswert hoch sind und vor allem der jungen Zielgruppe Spaß bereiten.

Einen großen Unterschied macht für die Verbraucher außerdem, ob es sich um private oder öffentlich-rechtliche TV-Programme handelt. Denn von den Zuschauern werden beide völlig unterschiedlich wahrgenommen und beurteilt. Die öffentlich-rechtlichen Sender nehmen hier eine informationsrelevante Position ein, die privaten Sender werden eher aufgrund ihrer Unterhaltungswerte geschaut. Für die Zuschauer stehen die ARD und das ZDF daher auch für Glaubwürdigkeit und Relevanz, da hier sachlicher, glaubwürdiger, kompetenter und informativer berichtet werde als bei den moderneren, lockereren privaten TV-Sendern.

[nis]

Bildquelle:

  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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2 Kommentare im Forum

  1. Nur trennt das mal nach Altersgruppen… Bis 50 Jahren geht die TV-Nutzung zurück; darüber steigt sie weiter an.
  2. bei mir nur internetradio und vod. lineares tv geht an mir fast komplett vorbei. dab+radio halt mal ab und zu. internetnutzung ist bei mir ganz weit vorne.
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