NDR: Auch internes Gremium kritisiert Vorgehen beim ESC

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Zwar revidierte der NDR seine Entscheidung, Xavier Naidoo zum European Song Vision zu schicken, die Kritik an dem Vorgehen reißt aber nicht ab.

Kritik um die vorschnelle Nominierung von Xavier Naidoo für den Eurovision Song Contest hat dem Norddeutschen Rundfunk (NDR), der im Senderverbund ARD für den Gesangswettbewerb zuständig ist, viel Kritik eingebracht: Von der Öffentlichkeit, den eigenen Mitarbeitern und intern von ARD-Programmdirektor Volker Herres und NDR-Intendant und ARD-Vorsitzendem Lutz Marmor.

Letzte Woche kam das Thema auch noch einmal beim NDR-Rundfunkrat auf den Tisch und auch hier wurde noch einmal mächtig Kritik geübt. Auch das Gremium schätzte den Alleingang des NDR bei der ESC-Nominierung als falschen Weg ein. „Die ursprüngliche Nominierung von Xavier Naidoo als alleinigem Kandidaten für den Eurovision Song Contest hat auch im Rundfunkrat zu deutlicher Kritik geführt“, erklärte Dagmar Pohl-Laukamp, Vorsitzende des NDR-Rundfunkrat. „Mit der Revision seiner Entscheidung hat der NDR eine lang anhaltende Debatte vermieden, die weit jenseits des musikalischen Kerns des ESC gelegen hätte.“

Stattdessen sprach sich der Rat dafür aus, bei der Entscheidung, wer für Deutschland bei dem europaweiten Song Contest antritt, auch weiterhin – wie in den vergangenen Jahren – das Publikum einzubeziehen, wie es erst vor Kurzem auch NDR-Intendant Lutz Marmor vorgeschlagen hatte. Ferner stellte sich das Gremium in Bezug auf die stärkere Integration der jungen ARD-Radioprogramme auf die Seit Marmors.

Zur Verhinderung solcher Alleingänge forderte der NRD-Rundfunkrat, künftig solche Entscheidungen nicht nur von den federführenden Landesrundfunkanstalten treffen lassen, sondern stattdessen die interne Kommunikation der konzeptionellen Überlegungen zum deutschen Vorentscheid breiter anzulegen. „Das Angebot des Intendanten, konzeptionelle Überlegungen zum ESC künftig auf eine breitere Basis zu stellen und ARD-intern für eine bessere Information zu sorgen, unterstützt das Gremium“, so die NDR-Rundfunkrat-Vorsitzende. [kw]

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