News-Corp-Verwaltungsrat stärkt Rupert Murdoch den Rücken

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Medienmogul Rupert Murdoch sitzt trotz des Abhörskandals in Großbritannien weiterhin fest im Sattel. Der 16-köpfige Verwaltungsrat seiner News Corp. erklärte nach einem Treffen am Mittwoch, es sei restlos überzeugt, dass der 81-Jährige geeignet sei, die News Corporation auch in Zukunft zu führen.

Ein Ausschuss des britischen Parlaments hatte Murdoch am Dienstag die Eignung als Medienunternehmer abgesprochen (DIGITALFERNSEHEN.de berichtete). In der News Corp seien illegale Abhörpraktiken und Bestechung an der Tagesordnung gewesen, und die Führung habe weggeschaut, hieß es im Abschlussbericht des Ausschusses. Dass Rupert Murdoch und sein Sohn James nichts von den Praktiken gewusst haben wollen, bewertete das Gremium als „erstaunlich“.

Murdoch selbst hatte die scharfe Kritik an seiner Person bereits am Mittwoch zurückgewiesen. Dass sich nun auch der Verwaltungsrat hinter den Gründer, Hauptaktionär und Konzernchef stellt, erstaunt nicht. In dem Gremium sitzen zahlreiche Vertraute, darunter seine beiden Söhne James und Lachlan. Vorsitzender des Verwaltungsrats ist Rupert Murdoch selbst.
 
Der Skandal um abgehörte Telefonate und bestochene Polizisten nahm seinen Ausgang bei der zwischenzeitlich eingestellten Sonntagszeitung „News Of The World“, griff später aber auf andere Titel über. Zur News Corp. gehören in Großbritannien noch „The Times“, „Sunday Times“ sowie das Boulevardblatt „The Sun“. Zudem kontrolliert Murdoch den Fernsehkonzern BSkyB. Auch in den USA und Australien gehören ihm zahlreiche Medien. In Deutschland ist Murdoch größter Anteilseigner am Bezahlanbieter Sky. [dpa/ar]

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