Österreich: Streit um Ausstrahlung von Wahlwerbung

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Eklat bei der Wahl des Wiener Landtags: Im Vorfeld der Wiener Landtagswahl ist es zu einem Eklat bei der Wahlwerbung gekommen. Sowohl die ProSiebenSat.1-Gruppe als auch der RTL-Werbezeitenvermarkter lehnen es ab, einige Wahlwerbespots der FPÖ auszustrahlen. Die FPÖ spricht von Zensur.

Am 11. Oktober soll der Wiener Landtag gewählt werden und die Parteien möchten sich den Wählern im besten Licht präsentieren – mit Wahlwerbespots gehen sie auf Wählerfang. Doch nun lehnen die TV-Sender die Ausstrahlung einiger Spots ab. Der österreichische Ableger der ProSiebenSat.1-Gruppe Puls 4 sowie der RTL-Werbezeitenvermarkter IP Österreich lehnen es ab, einige Spots der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) auszustrahlen.

Nachdem die ProSieben-Sat.1-Gruppe die Verweigerungshaltung zunächst mit einem Verweis auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen begründete hatte, führte sie in einem zweiten Schritt ausgebuchte Sendezeiten als Grund an, allerdings könnten mögliche Restwerbezeiten noch genutzt werden. Auch der RTL-Werbezeitvermarkter IP Österreich wies mit einem Bezug auf die Allgemeinen Geschäftsbedingung die Ausstrahlung der FPÖ-Spots zurück.
 
Lediglich im Programm des österreichischen Privatsenders ATV läuft die Wahlwerbung der FPÖ ohne Probleme. Gegenüber der Nachrichtenagentur APA erklärte eine Sprecherin des Senders, dass ATV alle Parteien gleich behandeln würde und so auch die Wahlspots der FPÖ zeigen würde. Im Gegensatz zu den privaten TV-Kanälen ist dem öffentlich-rechtlichen ORF die Verbreitung von Wahlwerbung untersagt.
 
Die FPÖ ihrerseits hat inzwischen in einer Mitteilung die ablehnte Verbreitung der Spots als Zensur bezeichnet und dargelegt, auf die Ausstrahlung der Wahlwerbung bei den entsprechenden Sendern verzichten zu wollen. [kw]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

1 Kommentare im Forum

  1. AW: Österreich: Streit um Ausstrahlung von Wahlwerbung Eine besseren Werbeeffekt als jetzt hätte die FPÖ wohl nie bekommen...
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