Olympia in Rio im Öffentlich-Rechtlichen auch in Virtual Reality

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Rio 2016 werden die letzten Olympischen Spielen in gewohnter Form bei den öffentlich-rechtlichen Sendern sein. Mit etwa 300 Stunden Live-Übertragung wollen ARD und ZDF noch einmal ausführlich über das sportliche Großereignis berichten – und das sogar in VR.

Für ARD und ZDF war der Verlust der Übertragungsrechte an den Olympischen Spielen ab 2018 an Discovery beziehungsweise Eurosport ein Schock. Aus diesem Grund werden die Spiele 2016 in Rio de Janeiro die letzten werden, welche die Öffentlich-Rechtlichen in gewohnter Form übertragen werden und deshalb wollen die Sender „zeigen, was es heißt, wenn diese Großereignisse in den öffentlich-rechtlichen Sendern zu sehen sind: hintergründige, journalistische Berichterstattung, vielfältige Perspektiven und ein Live-Erlebnis zum Mitfiebern“, wie es Peter Frey, Chefredakteur des ZDF, auf der gemeinsamen Olympia-Pressekonferenz am Dienstag in Hamburg erklärte.

Trotz der wegen der Zeitverschiebung unglücklichen Sendezeiten, die für die TV-Zuschauer viele Nachtschichten bedeuten werden, wollen ARD und ZDF das volle Programm liefern und werden 280 Stunden live im täglichen Wechsel von den Entscheidungen der 31. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit berichten. Die Eröffnungsfeier wird dabei am 5. August ab 23.40 Uhr im Ersten, die Abschlussfeier am 21. August dann im Zweiten zu sehen sein.
 
Als Live-Moderatoren setzen beide Sender dabei auf bekannte Gesichter: Für die ARD berichten Alexander Bommes und Gerhard Delling, beim ZDF Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne live aus Brasilien. Angesichts des großen Aufwands setzen die Sendeanstalten wie bereits bei der Fußball-Europameisterschaft auf eine gute Zusammenarbeit und teilen sich sowohl das Panorama-Studio im Olympia-Park als auch die Produktion und Technik.
 
Da viele Entscheidungen in den unterschiedlichen Wettbewerben gleichzeitig stattfinden, werden auch die modernen Verbreitungswege abseits des Fernsehens genutzt. Die ARD will gar über 1000 Stunden Live-Streaming auf allen Endgeräten sowie zahlreiche On-Demand-Angebote auf Sportschau.de anbieten und über HbbTV zusätzliche sechs Livestreams auf Smart-TVs bringen. Das ZDF geht sogar noch einen Schritt weiter und will viele jeden Tag ausgewählte Wettkämpfe in Virtual Reality live übertragen. Für den Empfang ist eine entsprechende VR-Brille natürlich Voraussetzung.
 
Für alle Zuschauer, die nicht die Zeit haben, bis spät in die Nacht auf eine Entscheidung zu warten, werden sowohl ARD als auch ZDF jeden Tag von 9 bis 12 Uhr Zusammenfassungen und Highlights der Vortage zeigen. [buhl]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

4 Kommentare im Forum

  1. 300 Stunden live? Davon entfallen wie immer 70 Stunden auf sinnfreies Studiogeblubbere mit "Experten" a la Frau Witt, 210 Stunden auf Pixelmatschübertragung exklusiv im Internet und die restlichen 20 Stunden Liveberichterstattung auf den Hauptprogrammen quetscht man zwischen 5000 Stunden Zeitversetztes, Altbackes und Boulevardberichterstattung über Stadt, Land, Leute oder sonstige Belanglosigkeiten, präsentiert von Frau Almsick. Oder glaubt jemand, daß es dieses Jahr anders werden wird? Die goldenen Zeiten wie damals in China, wo ARD und ZDF auf 4 Fernsehkanälen parallel berichtet haben sind vorbei. Von daher hat das IOC richtig entschieden die Rechte an Eurosport zu geben. Die bieten mit Eurosport 360 und 8 Sendern eine bessere Plattform, als unsere Öffentlich Rechtlichen mit gefühlten 50 Programmen, wovon man aber immer nur eines nutzt.
  2. Vergiss nicht den Eurosport Player wo bestimmt sämtliche Wettbewerbe laufen. Wir machen da unser eigenes Olympiaprogramm
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