ORF-Chef Wrabetz hofft auf Gesetzesnovelle im Facebook-Streit

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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ORF-Chef Alexander Wrabetz hat sich im Publikumsrat für eine Lockerung des von der KommAustria verhängten Facebook-Verbotes ausgesprochen. Der bürgerliche Gremienvertreter Andreas Kratschmar wunderte sich indes über die Prioritäten des ORF.

Im Februar hatte die österreichische Medienbehörde KommAustria entschieden, dass der Facebook-Auftritt des ORF gesetzwidrig sei. Zu dem geplanten Zeitpunkt hatte der Rundfunkanbieter 39 Fanseiten zu seinen Sendungen und Sendern auf dem sozialen Netzwerk erstellt.
 
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hoffe nun auf eine „kleine Gesetzesnovelle“, welche sowohl den Facebook-Zugang als auch Werbung für den im vergangenem Jahr gestarteten Ablegers ORF 3 auf den Hauptsendern erlaube, berichtete der „Standard“ (Donnerstag). Wrabetz setze auf eine kleine Novelle, weil der Chef der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt nicht auf eine große Reform der ORF-Gremien warten wolle.

Unterstützung erhält er derzeit von Armin Wolf, stellvertretender Chefredakteur im ORF-Fernsehen und Anchorman des Formats „ZiB2“. Sollte der Gesetzgeber nicht locker lassen, würden viele Mitarbeiter des ORF den öffentlichen Rundfunk privat in die sozialen Medien tragen, hieß es.
 
Der bürgerliche Publikumsrat Andreas Kratschmar zeigte sich allerdings von den Prioritäten des ORF verwundert. Die wichtigste Herausforderung des Senders sollte das Fernsehprogramm sein. Er berief sich dabei auf eine vom Publikumsrat durchgeführten Umfrage. Demnach sei das ORF-Fernsehen mit 37 Prozent viermal so wichtig wie die Internetaktivitäten mit 10 Prozent. Im Durchschnitt gaben die Befragten dem ORF für die Programmqualität eine Note von 2,4. Damit habe der Rundfunkanbieter an vorletzter Stelle gelegen. Die Räte würden sich vor allem ein neues Medienmagazin im ORF-Fernsehen wünschen. [rh]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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