Privatradios in Mitteldeutschland gegen gemeinsame Medienanstalt

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Im sächsischen Landtag wurde am Montag über eine Novellierung des Privatrundfunkgesetzes diskutiert. Dabei ging es auch um die Schaffung einer gemeinsamen mitteldeutschen Medienanstalt. Der Verband Mitteldeutsche Privatradios (VMPR) ist gegen das Vorhaben.

Der Verband Mitteldeutscher Privatradios (VMPR) hat sich gegen den Vorschlag der sächsischen Linksfraktion ausgesprochen, die Landesmedienanstalten von Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt zu einer gemeinsamen Anstalt zusammenzulegen. Im Antrag der Linken heißt es: „Aus finanziellen Gründen und im Sinne einer größeren Unabhängigkeit der Medienanstalt sollten umgehend Schritte eingeleitet werden, die auf eine engere Zusammenarbeit der MDR-Länder auch im Bereich des privaten Rundfunks und den Neuen Medien abzielen.“

Der VMPR sieht allerdings in einer möglichen Zusammenlegung der drei Anstalten keine Vorteile: „Unsere Verbandsmitglieder sind sich einig, dass sich die regional zuständigen Landesmedienanstalten in den zurückliegenden Jahrzehnten bewährt haben“, erklärt dazu Marco Maier, Geschäftsführer von Antenne Thüringen und Radio Top 40. Bei einer Zusammenlegung seien Diskussionen über Zuständigkeiten und eine erschwerte Entscheidungsfindung zu erwarten. Außerdem fehle für eine mitteldeutsche Medienanstalt die rechtliche Grundlage.
 
Die Anhörung des Ausschusses für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien des sächsischen Landtages fand am 15. August statt. Als Sachverständige waren unter anderem Vertreter der Sächsischen Landesmedienanstalt, der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk sowie Medienrechtler eingeladen. [red]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

3 Kommentare im Forum

  1. Ich finde so eine gemeinsmame Landesmedienanstalt sehr gut. Wenn wenn z.B. das rot-rot-grüne Thüringen, das schwarz-gelbe Sachsen und das schwarz-rot-grüne Sachsen-Anhalt eine gemeinsmame Landesmedienanstalt hätten, würde das auf jeden Fall die Neutralität fördern.
  2. Seit wann ist Sachsen wieder schwarz/gelb? Die FDP ist nichtmal im Landtag. Ich finde die aktuelle Situation eigentlich gut so - so können die 3 Länder unterschiedliche lokale Ansätze verfolgen und unterschiedliche Programme fördern - so wie Sachsen z.B bei regionalem DVB-T und Sachsen-Anhalt bei regionalem DAB
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