Schlechte Internetanbindung sorgt für Wertverlust von Immobilien

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Internet; Bild: © Sergey Nivens - Fotolia.com
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Laut einer neuen Eutelsat-Umfrage droht Immobilien mit einer schlechten Anbindung an das Internet ein deutlicher Wertverlust. Für Käufer sei der Breitbandanschluss teils sogar wichtiger als etwa ein Garten oder die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die aktuelle Umfrage wurde im Auftrag des Eutelsat-Breitbanddienstleisters Konnect in Auftrag gegeben. Befragt hat man im März über 2.000 Personen aus ganz Deutschland ab 18 Jahren. Die Studie soll dabei erstmals belegen, dass sich für mehr als ein Fünftel der Befragten der Immobilienwert um zehn Prozent verringert, wenn die Internetverbindung nicht den Erwartungen entspricht.

Für ein Achtel soll er sich um 20 Prozent verringern. Jeder Zehnte würde laut Umfrage sogar gänzlich vom Kauf absehen. Das soll sich besonders deutlich in kleinere Städten mit 5.000 bis 50.000 Einwohnern zeigen. Für 14 Prozent der Befragten soll sich dort der Immobilienwert um 20 Prozent verringern.

Internetanbindung nach Aussehen und Energieeffizienz

Darüber hinaus soll aus der Studie hervorgehen, dass eine hochwertige Breitbandverbindung inzwischen zu den wichtigsten Kriterien der Immobilienwahl zählt. Laut Eutelsat sei sie wichtiger als der Garten oder die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Einkaufsgelegenheiten. Nur dem Aussehen sowie der Energieeffizienz der Immobilie werde eine noch höhere Bedeutung beigemessen. In Städten mit 5.00 bis 50.000 Einwohnern sollen die Kriterien Aussehen (46,8 Prozent), Breitbandanschluss (45,7 Prozent) und Energieeffizienz (46,3 Prozent) sogar nahe zu gleichauf liegen, teilt der Dienstleister mit.

Über ein Viertel der Befragten sei der Breitbandanschluss etwa wichtiger als die Nähe zur Schule. Ein Fünftel würde auf einen Garten verzichten, wenn dafür die Netzverbindung stimmt. Den Parkplatz an der Straße würden 19 Prozent gegen eine ausreichende Bandbreite eintauschen. Am häufigsten könnten die Befragten jedoch auf eine Alarmanlage verzichten (30,5 Prozent).

Für Regionen mit schlecht ausgebauten Glasfasernetzen bewirbt der Dienstleister in diesem Zusammenhang etwa seinen Konnect Internetdienst, der über Satellit auch für abgelegene Gemeinden und Siedlungen Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s bereitstellen soll. Angeboten werden dabei drei Tarife mit 30,50 und 100 Mbit/s für einen monatlichen Preis zwischen 29,99 und 69,99 Euro. Hinzukommen soll eine einmalige Aktivierungsgebühr von 49 Euro. Weitere Informationen findet man auf der Konnect-Website.

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  • Internet-Vernetzung: © Sergey Nivens - Fotolia.com

11 Kommentare im Forum

  1. Sagt Eutelsat die damit wohl ihren eignen Dienst pushen wollen. Wenn Satinternet dann von Elon Musk: Starlink: Elon Musks Überall-Internet mit einfachem Preismodell
  2. Für Käufer, die aus beruflichen Gründen auf einen schnellen Internetanschluss angewiesen sind, hätte ich noch Verständnis, wenn ihnen der Anschluss wichtiger als eine gute Verkehrsanbindung oder ein Garten ist. Ansonsten hätte ich dafür kein Verständnis.
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