Telefónica verkauft Endemol an Berlusconi-Konzern

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Madrid – Der niederländische Unterhaltungskonzern Endemol, Produzent der TV-Serie „Big Brother“, wechselt den Besitzer. Der spanische Telekomkonzern Telefónica verkaufte das Unternehmen für 2,6 Milliarden Euro an ein Konsortium unter Führung des italienischen Medienkonzerns Mediaset.

An Mediaset ist der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi über seine Holding Fininvest maßgeblich beteiligt. Wie Telefónica am Montag in Madrid mitteilte, bedeutete der Verkauf für den Telekomkonzern einen Buchgewinn von 1,4 Milliarden Euro. Der spanische Konzern will damit unter anderem seinen Einstieg bei seinem Wettbewerber Telecom Italia finanzieren.

Telefónica hatte Endemol vor sieben Jahren über einen Aktientausch für 5,5 Milliarden Euro gekauft und 2005 in Amsterdam an die Börse gebracht. Zuletzt hielten die Spanier noch einen Anteil von 75 Prozent. Ein Großteil der Kaufsumme wurde mittlerweile abgeschrieben.
 
Zu dem Konsortium, dass nun Endemol erwarb, gehören neben Mediaset dessen spanische Tochter Gestevisión Telecinco, die Bank Goldmann Sachs und die niederländische Investmentgesellschaft Cyrte, an der der Endemol-Mitbegründer John de Mol beteiligt ist.
 
Jetzt bleibt abzuwarten, ob die Endemol-Manager ihre Ankündigung wahr machen und tatsächlich kündigen. Dies hatten sie im Vorfeld der Verkaufsgespräche angekündigt, für den Fall, dass John de Mol wieder das Sagen bei dem TV-Produktionsunternehmen bekommt. (dpa/fr)[lf]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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