Verlage verschärfen Kampf gegen Adblocker

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Die fortschreitende Ausbreitung von Werbeblockern ist der werbetreibenden Industrie ein Dorn im Auge. Nun gehen die Verlage aktiv gegen die Adblocker vor und verschärft die Gegenmaßnahmen.

Was für die meisten Internetnutzer ein Segen ist, ist für Webseiten-Betreiber und Verlage ein Fluch: Das Ausblenden von Werbung mittels werbeblockender Software. Vor allem Eyeo, Entwickler des am häufigsten genutzten Adblock Plus, steht seitens der Verlage in der Kritik. Nach dem mehrere Versuche, vor Gericht gegen Eyeo vorzugehen, gescheitert sind, wird das Vorgehen gegen Werbeblocker immer aktiver.

Der Axel-Springer-Verlag gehörte zu den ersten, die Maßnahmen gegen Adblocker einführten. So konnten Nutzer, die Werbeblocker verwenden, nicht mehr auf „Bild.de“ zugreifen. RTL wollte die Nutzer seiner Webseite erziehen, indem Videos zum „Dschungelcamp“ für Adblock-Nutzer nur in geringer Auflösung zu sehen waren.
 
Auch Gruner und Jahr testet seit Oktober 2015 Anti-Adblock-Maßnahmen auf der Webseite „Geo.de“: Nutzer der Software wurden zur Zahlung einer Gebühr aufgefordert, wenn der Adblocker weiter aktiv war. Eine Maßnahme, die Wirkung zeigte: So gab der Hamburger Verlag bekannt, dass ein Drittel der Nutzer den Adblocker abschaltete. Deshalb wird diese Maßnahme auf sieben weitere Webseiten ausgeweitet.
 
So dürfen „Schöner-Wohnen.de“, „Essen-und-Trinken.de“ und „Living-at-Home.de“ nur noch mit deaktivierten Adblocker kostenlos genutzt werden. Etwas vorsichtiger geht man bei „Brigitte.de“, „Gala.de“ sowie den Communities „Urbia.de“ und „Chefkoch.de“ vor, die testweise angesprochen werden, um den Zusammenhang zwischen Werbung und Finanzierung deutlich zu machen. [buhl]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

49 Kommentare im Forum

  1. Tja, da hängen wohl "Arbeitsplätze" dran. Dumm nur, wenn denen dann irgendwann klar wird, das die zwar das Netz und die Werbung zum (Über)Leben brauchen, die Nutzer des Netzes aber deren Seiten (und die daran hängenden Arbeitsplätze) nicht wirklich. Aber da geht der Trend ja wohl hin durch Industrialisierung und Globalisierung: vernünftige Jobs fallen weg bzw. Arbeit, die eigentlich gut von Menschen erledigt werden könnte, wird durch Maschinen geleistet. Und das nur, weil einige wenige da oben wie üblich den Hals nicht voll kriegen. Übrig bleiben nurmehr diese "Neujobs", die an den Haaren herbeigezogen und eigentlich nur noch überflüssiger sind. S.h. auch dieses unsägliche Vorhaben der Bargeldabschaffung. Dann können fast alle Bankfilialen dicht machen und die wenigen, die übrig bleiben, haben dann mit Bargeld überhaupt nix mehr zu tun und werden dann nur noch mit solchen Angestellten besetzt, die den Leuten irgendwelchen Abzock-Dreck andrehen sollen, den eigentlich niemand will und braucht. Ein Hoch auf die moderne Entwicklung, schöne neue Welt! Aber wat soll's, wie heißt es doch so schön: "Wir schaffen das!" Oder?
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