Vom Internet zum Fernsehen: Google plant Einstieg in Kabelmarkt

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der Internet-Riese Google verfolgt in den Vereinigten Staaten offenbar Pläne, ins Pay-TV-Geschäft im Kabel einzusteigen. Als technischer Unterbau soll ein in den US-Bundesstaaten Kansas und Missouri aufgebautes Breitbandkabelnetz dienen.

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Wie das „Wall Street Journal“ in seiner Freitagsausgabe berichtete, hat das Unternehmen bereits Möglichkeiten ausgelotet, um High-Speed-Internetdienste in Kansas City in Missouri und  Kansas City in Kansas anzubieten. Mit Hilfe der technischen Infrastruktur will Google darüber hinaus offenbar auch Telefonie und Fernsehen ins Produktportfolio aufnehmen. Als Partner seien unter anderem Walt Disney, Time Warner und Discovery Communications im Gespräch.

Details über die Pläne sind dem Bericht zufolge noch unklar. Bislang stehe nicht fest, welche Kanäle konkret angeboten werden und wie viel das Ganze kosten soll. Offen sei zudem, ob die beiden Städte als Testmärkte für eine landesweite Einführung dienen oder sich Google auf einige lokale Präsenzen beschränken will. Auch im kalifornischen Palo Alto stellt Google bereits Internetdienste zur Verfügung. In Kansas City könnte die Vermarktung bereits Anfang 2012 beginnen, hieß es.

Im September hatte der Suchmaschinen-Gigant in Person von Jeremy Stern einen früheren Manager der National Cable & Telecommunications Association und langjährigen Kenner der Kabelbranche angeheuert. Er führe derzeit Verhandlungen mit zahlreichen Medienunternehmen, hieß es in dem Bericht. Zu konkreten Plänen wollten sich aber weder Google noch Time Warner oder Discovery auf Anfrage äußern.

Google denkt bereits seit längerem über einen Expansion ins TV-Geschäft nach. Gegenüber der Tageszeitung bestätigte das der ehemalige Google-Produktmanager Keval Desai. „Fernsehen ist ein geschlossenes System, weshalb nur traditionelle Kabel-und Satellitenbetreiber Kanäle anbieten können“, sagte er. Weil aber immer mehr TV-Geräte mit dem Web verbunden werden können, versetze das auch Internetfirmen wie Google in die Lage, mit IPTV-basierten Angeboten in den Markt einzugreifen – und das möglicherweise zu niedrigeren Preisen. [su]

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