Werbe-Stopp bei Twitter: Deutsche Parteien reagieren verhalten

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Deutsche Parteien haben verhalten auf die Entscheidung von Twitter reagiert, weltweit keine politischen Inhalte mehr als Werbung zu verbreiten.

„Die Argumentation von Twitter, dass Reichweite für politische Botschaften verdient werden muss, statt erkauft zu werden, finde ich prinzipiell richtig“, sagte Linken-Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. „Damit das auch greifen würde, müssten aber auch die Algorithmen, nach denen diese Reichweite verdient wird, fair und transparent sein.“ Solange Twitter da nicht vorangehe, sehe er in der Entscheidung „im Wesentlichen einen PR-Gag“.

Die SPD-Bundestagsfraktion nahm die Ankündigung grundsätzlich positiv auf. Es brauche „klare Regelungen für bezahlte politische Werbung in sozialen Netzwerken“, sagte der rechtspolitische Sprecher Johannes Fechner. Der weltweite Stopp soll nach Angaben von Twitter vom 22. November an greifen, die ausführlichen Regeln dazu sollen eine Woche davor vorgestellt werden. „Da ein solches Verbot auch ein zweischneidiges Schwert sein kann, werden wir uns die Richtlinien sehr genau ansehen, was genau Twitter unter „politischen Inhalten“ versteht“, sagte Fechner.

Werbung bei Twitter sind zum Beispiel Tweets, die gegen Bezahlung im Nachrichtenstrom von Nutzern platziert werden können – auch wenn sie dem Account nicht folgen. Vom Bundespresseamt, der SPD-Fraktion und der Linken hieß es, dass man keine Anzeigen oder gesponsorte Tweets geschaltet habe. Ein Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag erklärte, bezahlte Inhalte spielten bei den Social-Media-Aktivitäten nur eine untergeordnete Rolle.[dpa/bey]

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7 Kommentare im Forum

  1. Der Grund ist nicht Deutschland oder Europa sondern ganz allein wegen Trump. Jahrelang hat er Twitter genutzt um seine Politik zu verteitigen und zu verbreiten. Jetzt geht es ihn aber an den Kragen und feindliche Parteien sollen jetzt ein Jahr vor der Wahl nicht den Blattschuß bei Trump anlegen.
  2. Und der Schuss könnte nach hinten losgehen denn dies könnte sogar ein Geschenk für Trump sein. Schließlich dürfen damit auch die Demokraten keine Werbung auf Twitter machen. Hierzu ein Kommentar von Tim Pool: [MEDIA=youtube]rqdFzhWKrqc[/MEDIA]
  3. Hat Trump selbst (nicht die Republikaner) auf Twitter jemals bezahlte Werbung geschaltet? Die Änderungen betreffen ja weder seinen privaten, noch seinen POTUS-Account.
  4. Es geht tatsächlich um Werbung, nicht seine Tweets. Trump schickte nur sehr wenige Tweets über @POTUS ab. Er schickt seine Tweets hauptsächlich aus seinem privaten Account, @realDonaldTrump.
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