[DF 03/13] Kino aus dem Netz

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Wieviel On-Demand-Dienste braucht der Mensch eigentlich? Wenn man nach den Anbietern in Deutschland geht, offensichtlich jede Menge. Denn seit dem Boom der Smart-TV’s schießen auch Dienstleister aus dem Boden, die Blockbuster und Serien auf Abruf zum Anschauen anbieten. Ein Urgestein auf diesem Markt ist Maxdome.

Doch inzwischen sind zahlreiche weitere Abrufdienste wie Acetrax, Apple iTunes, Videoload oder Lovefilm hinzugekommen. Der Zuschauer hat also sprichwörtlich die Qual der Wahl. Dabei haben sich mehr oder weniger zwei unterschiedliche Geschäftsmodelle durchgesetzt: entweder die Filme lassen sich beliebig oft aus einem mehr oder weniger großen Pool an Inhalten gegen eine monatliche Pauschale (Flatrate) abrufen oder jeder Abruf wird einzeln abgerechnet (Pay per View).
 
Blockbuster meist im Einzelabruf
 
Gerade aktuelle Blockbuster bekommt der Zuschauer dabei in der Regel aber nur per Einzelabruf auf den heimischen Bildschirm. Doch nicht nur die Entscheidung zwischen Flatrate und Pay per View ist vor der Nutzung eines Dienstes wichtig. Hinzu kommen noch Fragen nach der Menge und Aktualität der Inhalte. Gerade hier unterscheiden sich die Dienste untereinander deutlich, was wiederum daran liegt, mit welchen großen Filmstudios der jeweilige Abrufdienst entsprechende Verträge geschlossen hat.
 
Vor einigen Tagen nun ist ein weiterer Anbieter an den Start gegangen. Dieser Dienst nennt sich Watchever und wird in Deutschland auch vom Springer Verlag unter Bild Movies vermarktet. Auch der bisher nur im Internet und auf Tablets vertretene Dienst Netzkino.de hat den Schritt auf hybride Digitalreceiver gewagt und bietet daher nun sein kostenloses Filmangebot auch am TV an.

Anbieterzahl steigt
 
Von einer Konsolidierung am Markt, die eigentlich von Experten erwartet wird, ist also bisher noch nichts zu spüren. Doch irgendwann muss es eine Bereinigung geben. Entscheidend, welcher Anbieter sich auf Dauer durchsetzen kann, ist dabei natürlich auch die Verfügbarkeit. Zwar ist es schön, wenn man sich Filme über das Internet am PC anschauen kann. Richtig gemütlich wird es aber erst vor dem großen Flachbildfernseher im heimischen Wohnzimmer.
 
Aber natürlich wollen sich die meisten dazu nicht noch einen Extra-Receiver in den Wohnzimmerschrank stellen. Viel bequemer wird es mit einem hybriden Digitalreceiver oder einem Smart-TV-tauglichen Fernsehgerät. Wir haben uns den neuen Dienst Watchever und den Hybrid-Start von Netzkino.de einmal genauer angeschaut und das Angebot in der Praxis unter die Lupe genommen.
 
Wie sich die beiden Online-Videotheken in unserem Praxistest geschlagen haben lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der DIGITAL FERNSEHEN 03/2013, die für Sie ab sofort am Kiosk, im Online-Shop und im Abo erhältlich ist.

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[red]

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6 Kommentare im Forum

  1. AW: [DF 03/13] Kino aus dem Netz Na klar! Schließlich leben viele in der Branche doch davon... Und wie es im Beitrag heißt, steigt ja auch die Anbieterzahl weiter an... Dennoch ist das Angebot in D im Gegensatz, z.B. zu den umfangreichen und z.T.komfortablen Angeboten in meiner US-Heimat, eher als bescheiden zu bezeichnen. Die Anwenderfreundlichkeit steht bei etlichen deutschen Angeboten offenbar nicht hoch im Kurs, damit vergrault man eher potentielle Kunden als sie an sich zu binden. Die nicht selten happigen Preisvorstellungen tun ein übriges... Auch das Angebot läßt sich noch verbessern... Allerdings werden viele der Anbieter, soweit sie auf proprietäre Geräte oder Techniken setzen, über kurz oder lang wieder vom Markt verschwinden. Viele Nutzer wollen ungebunden ihre Lieblingsfilme und -serien auf den ihnen genehmen Geräten sehen wollen, nicht auf einer kastrierten Box des Anbieters mit der man Angebote anderer nicht nutzen kann (oder darf). Gerne auch mobil. Und mit der immer stärkeren Verbreitung der beliebten und vielseitig nutzbaren Smartphones wird sich dieser Druck noch verstärken.
  2. AW: [DF 03/13] Kino aus dem Netz Vollkommen richtig. Der Beitrag thematisiert die Problematik auch etwas. Und dem Markt in Deutschland täte eine Konsolidierung gut: weniger Anbieter, dafür breit aufgestellt was vor allem Empfangstechnik mit direktem Zugang über TV (Smart TV, App auf Receivern) angeht. Und natürlich steht und fällt die Attraktivität mit dem Inhalt. Diesbezüglich gibt es hier noch unendlich viel Nachholebedarf. Und die Anbieter müssen lernen, dass proprietäre Geräte und Restriktionen letztlich Kunden nur abschrecken. Ich sag nur Watchever und das Abspielverbot auf gerooteten Android-Tablets.
  3. AW: [DF 03/13] Kino aus dem Netz Kino aus dem Netz würde für mich heißen auch die volle Qualität zu bekommen. Wo bekomme ich denn die HD Tonformate oder oder 1080p in voller Pracht geliefert? Meine 100MB Leitung steht bereit für den Empfang...
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