Google weitet Werbetracking aus

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Google will den Nutzern mehr personalisierte Werbung unterbreiten – allerdings will der Suchmaschinenriese die Internetnutzer dazu um Erlaubnis fragen.

Google will Daten seiner Nutzer auch auf Webseiten anderer Anbieter zur Personalisierung von Werbung einsetzen – wird sie aber um Erlaubnis dafür fragen. Die Änderungen der Kontoeinstellungen würden den Anwendern in den kommenden Wochen vorgeschlagen, teilte ein Google-Sprecher am Mittwoch in Hamburg mit. Bei einer aktiven Zustimmung („opt-in“) würden die Kontoinformationen bei Google selbst auch beim Anzeigen von Werbung außerhalb von Google-Websites berücksichtigt, wenn dort Anzeigen aus dem Werbenetzwerk Doubleclick erscheinen.

Bislang nutzt Google für die Werbeschaltungen zwei verschiedene Systeme, die nach Angaben des Unternehmens nicht miteinander verbunden sind. Auf Seiten wie google.de oder Youtube werden die Informationen aus dem Google-Benutzerkonto ausgewertet. Bei externen Seiten im Werbepartnernetzwerk wird der Anwender über eine kleine Datei („Cookie“) von Doubleclick wiedererkannt und mit personalisierter Werbung versorgt. Anwender können in beiden Systemen einer personenbezogenen Werbung widersprechen.
 
„Wir stellen nun unsere Nutzer vor die Wahl, ob sie diese beiden Systeme zusammenführen wollen“, erklärte der Sprecher. In Zeiten einer sehr viel komplexeren und über viele Endgeräte verteilten Internetnutzung habe das Nebeneinander der Systeme zu Schwierigkeiten geführt. Wenn ein Nutzer beispielsweise in seinen Anzeigeneinstellungen die interessenbasierte Werbung ausgeschaltet habe, werde dieses „Opt-out“ in einem Cookie gespeichert. Das funktioniere aber nicht geräteübergreifend, sondern müsse auf jedem Endgerät einzeln umgesetzt werden.
 
Mit der neuen Option erhielten die Anwender „mehr Transparenz und volle Kontrolle über die Anzeigen, die sie sehen“, erklärte der Sprecher. Die Entscheidung zur Zusammenführung der Systeme sei „opt-in“ (aktive Zustimmung des Anwenders), nicht etwa „opt-out“ (Widerspruch des Anwenders gegen eine Voreinstellung). Wer zustimme, bekomme Anzeigen zu sehen, die für ihn relevanter sei als zufällig ausgewählte Werbung. [dpa/kw]

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2 Kommentare im Forum

  1. Als ob die Leute Lust hätten, sich mit diesen Einstellungen und Optionen zu befassen. Die meisten die ich kenne sind von Werbung entweder genervt und/oder wollen gar keine sehen.
  2. Stimmt - und sie setzen einfacher zu bedienende Adblocker ein. Werbung nervt bei vielen Anbietern, stimmt auch. Aber wenn jeder Betreiber die Banner so platziert wie etwa hier auf DF.de, dann entstünde diese Ablehnung erst gar nicht. Schuld sind die Werbefriedhöfe, welche einem den Viewport zukleistern und die Grafik (sowie Augen und Ohren) mit riesigen Animationen belasten. Dabei nehmen die 10.000 und mehr pro Tag für die Banner. Klar, hier gehts um die Datenkrake Google und Tracking. Dabei wird aber nicht nur der Enduser gefordert, bei irgendwas zuzustimmen oder nicht. Auch jene Sitebetreiber die AdSense einsetzen werden wieder eine Menge ändern dürfen und die Besucher mit neuen Zustimmungs-Mechanismen beglücken müssen. Weil es die EU so will ...
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