Der AV-Receiver Marantz SR6007 im Test

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Notwendiger Minimalismus

Steigende Seriennummern bedeuten seit jeher wachsenden Funktionsumfang und überbordende Bedienelemente. Nun bricht Marantz mit dem SR6007 den Bann der Funktionsflut und zeigt, dass Aufräumarbeiten auch einem AV-Receiver stehen.

Marantz verzichtet bei der diesjährigen AVR-Serie auf großartige äußerliche Veränderung und schlägt den Weg des positiven Minimalismus ein. Je nach Anwendungsgebiet ist der SR6007 wahlweise im wohnraumfreundlichen Silber oder Heimkinoschwarz erhältlich. Die klassische Front besteht aus einem Aluminiumkern, der von zwei Plastikteilen ummantelt wird.
 
Unter dem Marantz-Bulls-Eye befindet sich eine übersichtliche Anzahl an Tasten, neu hinzugekommen ist der Front-HDMI-Port für vorübergehende Verbindungen. Die Rückseite bietet fünf weitere HDMI-Eingänge und zwei -Ausgänge, die parallel einen Projektor und Fernseher betreiben können. Für die Preisklasse ist der Erhalt analoger Videoschnittstellen genauso ungewöhnlich wie die vergoldeten Mehrkanalein- und -ausgänge.

Die neue Fernbedienung überzeugt mit ihrem aufgeräumten Layout und derlogischen Anordnung der auf 40 Stück zusammengekürzten Tasten. Diesesind deutlich größer ausgefallen und die Beschriftung ist logischeraufgebaut, wodurch das allgemeine Handling fühlbar erleichtert wird.Noch komfortabler ist allerdings die Marantz-App, die es mittlerweilesowohl in die iOS- als auch Android-Märkte geschafft hat.
 
Damit lassensich Quellen direkt ansteuern, Wiedergabefunktionen abrufen undSchnellwahltasten individuell belegen. Mit einer Berührung desNetzwerkbuttons gelangt man in ein entsprechendes Menü, dasInternetradio sowie die Netzwerkdienste flickr, Last.fm und Spotify aufden Bildschirm bringt. Netzwerkfestplatten wurden während des Testssofort erkannt und verlustfreie FLAC- und WAV-Dateien bis 24 Bit bei 192Kilohertz gestreamt.
 
Neu an Board ist das Gapless Playback, womit sichKonzertaufnahmen und Livemusik unterbrechungsfrei wiedergeben lassen.Audio-, Video- und Fotodateien überträgt man derweil am einfachsten vondiversen iTunes-fähigen Geräten via Airplay an den AVR. In derEinmessroutine erwies sich der SR6007 ebenfalls als entschlackt. BeimVerbinden des mitgelieferten Audyssey-Mikrofons startet dieEinmessautomatik von selbst und beginnt nach fünf einfachen Fragenbereits mit der Akustikmessung.
 
Je nach gewünschter Konfigurationentscheidet man sich für einen 7.1-Surround-Aufbau oder für klassisches5.1 mit einer unabhängigen Stereozone. Die Ermittlungsergebnisse warenweitestgehend korrekt und die Abweichungen lagen innerhalb desToleranzbereiches. Nur die automatisch eingestellteDynamic-Volume-Schaltung empfehlen wir nach dem Messdurchlauf zudeaktivieren.

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