Schleichwerbung: Sat.1 prüft LMK-Schreiben

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Sat.1 hat das Beanstandungsschreiben der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz nach Angaben der Sat.1-Pressesprecherin gestern erhalten.

„Jetzt müssen unsere Juristen das Schreiben zunächst prüfen, dann entscheiden wir über weitere Schritte“, sagte die Sprecherin gegenüber DIGITAL FERNSEHEN. Der Privatsender hat die Möglichkeit, gegen die Beanstandung der Medienwächtereine Sat.1-Ostersendung dieses Jahres betreffend Widerspruch (DF berichtete) einzulegen.

Strukturelle Änderungen als Reaktion auf die wiederholten Schleichwerbungsbeanstandung soll es bei Sat.1 nicht geben. „Wir haben klare Regelungen und an die halten wir uns nach bestem Wissen und Gewissen“, versicherte die Sprecherin. Des weiteren seien viele Entscheidungen der LMK Auslegungssache.
 
Außerdem beklagt die Sprecherin, dass im deutschen Fernsehen mit zweierlei Maß gemessen würde: „Wir würden uns wünschen, dass ARD und ZDF genauso genau betrachtet werden wie wir.“ Besonders deutlich trete dieser Missstand bei Sendungen wie zum Beispiel „Wetten, dass..?“ zu Tage.
 
Weiterhin bezeichnete die Sat.1-Sprecherin die derzeitige Product-Placement-Regelung als „absurd“. Besonders in Hollywood-Filmen sei Product-Placement gang und gäbe und wird auch in Deutschland nicht herausgeschnitten. Wenn Sat.1 aber eine Eigenproduktion starte, dann wären die Regeln sehr streng. „Deswegen fordern wir eine Gleichberechtigung zwischen Kino- und Fernsehfilmen sowie zwischen privatem und öffentlich-rechtlichem Fernsehen.“[lf]

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