[Serienstart der Woche] „Der kleine Prinz“ kehrt zurück

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Bild: Destina - Fotolia.com
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„Prinzessin Lillifee“, „SpongeBob Schwammkopf“ und „Bob der Baumeister“ begeistern die Kids heutzutage. Die neue Animationsserie „Der kleine Prinz“ feiert im Oktober Deutschlandpremiere. Wird auch sie Einzug in die Kinderherzen halten – oder zumindest nostalgische Erinnerungen bei den Eltern wecken?

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„Adieu,“ sagte der Fuchs. „Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach:
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!“ Die Geschichte des jungen Planetenbummlers ist weltweit bekannt. „Der kleine Prinz“ des Franzosen Antoine de Saint-Exupéry wurde in 220 Sprachen und Dialekte übersetzt. 140 Millionen Exemplare des literarischen Werks sind weltweit verkauft worden. In der ewige Bestsellerliste rangiert er somit auf Platz drei: gleich hinter der Bibel und dem „Kapital“ von Karl Marx. Ab dem 2. Oktober startet eine 3D-Animationsserie, die die Reise des kleinen Prinzen weiter erzählt. Ob dieser der gleiche Zauber innewohnt, bleibt abzuwarten.

In 52 halbstündigen Trickfilm-Episoden wird die Geschichte des kleinen Prinzen fortgesetzt. Method Animation und die Erbengemeinschaft La Succession Saint-Exupéry-d’Agay produzierten die 3D-Animationsserie. Die ARD übernahm die Koproduktion, das Ganze stand unter der Federführung des Westdeutschen Rundfunks und France Télévision. Die Familie des 1944 verstorbenen Autors war dabei in alle Prozesse eingebunden. Der literarischen Vorlage wollten die Produzenten unbedingt gerecht werden.  

Das hat man sich etwas kosten lassen: 18,6 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert. Insgesamt wirkten 400 Künstler, Zeichner und Musiker mit. Der Großneffe des Autors zeigte sich davon überzeugt, dass die Serie den Kindern des 21. Jahrhunderts gefallen wird, schließlich bietet man ihnen einen multimedialen Prinzen. Kritiker finden aber ganz sicher das Haar in der Suppe: Schließlich führt nun beispielsweise der Hauptdarsteller selbst durch die Geschichte und nicht der erwachsene Erzähler. Der Fuchs ist ein wenig zu keck, die Rose hat urplötzlich ein Frauengesicht und der Mantel des Prinzen ist blau statt grün. Von der Originalversion hat sich die Produktion damit in einigen Bereichen deutlich entfernt.Was lange währt

Das Team von Produzent Aton Soumache („Der kleine Nick“) und Regisseur Pierre-Alain Chartier arbeiteten über vier Jahre lang an der Serie. Der französische Filmkomponist Frédéric Talgorn („Moliere“) lieferte die musikalische Untermalung, die dann vom WDR-Rundfunkorchester eingespielt wurde. Die ein oder andere Stimme der Synchronsprecher wird dem geneigten Zuschauer bekannt vorkommen. In der deutschen Synchronisation spricht die Sängerin Annett Louisan („Ich will doch nur spielen“) die zentrale Rolle der Rose. Von ihr stammt auch die Titelmelodie der deutschen Fassung „Von Planet zu Planet“.    

Wer denkt, dass gleich der kleine Hobbit Frodo Beutlin um die Ecke kommt, liegt gar nicht so falsch. Timmo Niesser synchronisiert den kleinen Prinzen. In „Der Herr der Ringe“ hatte er der Hauptrolle seine Stimme geliehen, auch in anderen Filmen ist er die deutsche Stimme von Elijah Wood. Schauspieler Volker Lechtenbrink übernimmt die Rolle der Schlange, Olaf Reichmann (die deutsche Stimme von Nick Frost, u.a. „Shaun Of The Dead“) spricht den Fuchs.Die Faszination des Unbekannten

Inhaltlich knüpft das Fernsehabenteuer in 3D direkt an das literarische Werk an. Die Animationsserie schickt den kleinen Prinzen und den Fuchs auf ein gemeinsames Abenteuer zu fernen Galaxien – insgesamt entdecken sie 24 unbekannte Planeten. Alle Planeten sind in Gefahr, da zuvor die hinterlistige Schlange auf dem Weg durchs All ihr Unwesen getrieben hat. Der kleine Prinz und die Bewohner der bedrohten Welten versuchen, die Gefahren abzuwenden. Wird es ihnen gelingen, das Gleichgewicht im Universum wieder herzustellen? Auf seiner Reise schreibt der kleine Prinz Briefe nach Hause an seine geliebte Rose. Ob er zu ihr zurückfinden wird?

Das Erste zeigt die ersten vier Folgen als Deutschlandpremiere am langen Wochenende zum Tag der Deutschen Einheit, 2. und 3. Oktober 2011. Am 2. Oktober (Sonntag) wird um 10.03 Uhr die Doppelfolge „Der Planet des Feuervogels“ gezeigt. Am darauffolgenden Tag lernt der Zuschauer um 12.00 Uhr den Planeten der Winde kennen. Die weiteren Folgen werden im Frühjahr 2012 im Ersten zu sehen sein. Die Serie wurde bereits in insgesamt 80 Länder verkauft.

„Der kleine Prinz“ in Kürze

 
Originaltitel: „Le Petit Prince“| Produktionsjahr: 2006-2010 | Erstausstrahlung:  Dezember 2010 (France 3) | dt. TV-Erstausstrahlung: 2. Oktober 2011 (ARD) | Folgen: 52 Episoden Genre: Animationsserie | Synchronsprecher: Annett Louisan, Timmo Niesser, Volker Lechtenbrink, Olaf Reichmann | Inhalt: Gemeinsam mit dem Fuchs bereist der kleine Prinz in der Serie insgesamt 24 Planeten. Auf dem Weg in ferne Galaxien folgen sie der hinterlistigen Schlange, die überall Unheil sät.

 
DIGITAL FERNSEHEN stellt Ihnen an dieser Stelle immer am Sonntagvormittag die aus Sicht der Redaktion interessanteste TV-Serie vor, die innerhalb der kommenden sieben Tage im deutschen Fernsehen anläuft.
Serienstarts im Überblick
[nn]

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  • Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com
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1 Kommentare im Forum

  1. AW: [Serienstart der Woche] "Der kleine Prinz" kehrt zurück Warum ersetzt man die Zeichentrickklassiker durch so neumodischen Kram?
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