TV und Streaming kompakt: Wochenedition

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Bild: © Piotr Adamowicz - Fotolia.com
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Wer kann, sollte zuhause bleiben – das heißt für viele: Das Fernsehen und digitale Angebote bekommen eine ganz neue Bedeutung. Dieses Mal ein paar Tipps – vom SWR über Sky bis Netflix – für die kommenden Tage.

DIGITAL UND PREISGEKRÖNT: Logan Roy hat sich über Jahre hinweg ein Medienimperium aufgebaut, das ihn nicht nur unfassbar reich, sondern auch mächtig hat werden lassen. Zurückziehen will er sich trotz seines hohen Alters aber noch nicht – sehr zum Leidwesen seiner Kinder. Besonders zwei seiner Söhne können es nicht erwarten, endlich selbst das Sagen zu haben. Es entbrennt ein Machtkampf, der verletzend und demütigend für den Medienmogul und die vier Kinder ist.

„Succession“, bei den Golden Globes in diesem Jahr als beste Drama-Serie ausgezeichnet, fasziniert mit dem Einblick in die Machtgefüge eines Konzerns – und mit herausragenden Darstellern. Kieran Culkin (Bruder von „Kevin – Allein zu Haus“-Star Macaulay) spielt den verwöhnten und inkompetenten Sohn Roman, Hiam Abbass die jüngere Ehefrau und Jeremy Strong den visionären und sich ständig abstrampelnden Sohn Kendall. Als machtverwöhntes, berechnendes Familienoberhaupt aber stiehlt ihnen der Brite Brian Cox (73) die Show. Dafür gewann er einen Golden Globe als bester Serien-Hauptdarsteller. Die HBO-Serie „Succession“ ist bei Sky verfügbar.

DIGITAL UND BERÜHREND: Großes Kino fürs Zuhause: Mit dem Oscar prämierten Drama „Call Me by Your Name“ feierte der Schauspieler Timothée Chalamet vor drei Jahren seinen internationalen Durchbruch. In wunderschönen Bildern aus dem sonnendurchfluteten Italien erzählt Regisseur Luca Guadagnino, wie der 17-jährige Elio (Chalamet) im Sommerhaus seiner Eltern den 24 Jahre alten Oliver (Armie Hammer) kennenlernt. Zaghaft nähern sie sich an, genießen die gemeinsame Zeit – bis sie sich endlich ihre Liebe eingestehen.

Das ist berührend und emotional anzuschauen, wunderbar gespielt und grandios eingefangen – dafür gab es drei Oscarnominierungen, darunter für den besten Film und Chalamet. Eine Auszeichnung gewann dann tatsächlich James Ivory für das beste adaptierte Drehbuch. „Call Me by Your Name“ ist bei Netflix zu sehen.

DER KLASSIKER: Der US-Thriller „Brennpunkt Brooklyn“ (im Original: „The French Connection“) aus dem Jahr 1971 zählt zu den wichtigsten Polizeifilmen der Kinogeschichte. Die New Yorker Ermittler Jimmy „Popeye“ Doyle (Gene Hackman) und Buddy „Cloudy“ Russo (Roy Scheider) wollen einen Drogenring aus Marseille sprengen und schrecken dabei auch vor kriminellen Methoden nicht zurück.

So vieles an diesem Film ist noch heute genial: Der vierschrötige Hackman als knallharter Bulle mit lächerlichem Hut. Der Spanier Fernando Rey als Drogenbaron mit der graumelierten Eleganz eines Modeschöpfers und väterlicher Synchronstimme. Die Jagdszene zwischen einem Polizeiwagen und einer Hochbahn, übrigens eine der längsten Verfolgungsfahrten aller Zeiten.

„Brennpunkt Brooklyn“ gewann fünf Oscars. Zu sehen am Donnerstag um 22 Uhr im SWR Fernsehen.

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