Angst vor „Der Weiße Hai“?: Die Wahrheit über den Meeresräuber

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Bild: © Romolo Tavani - Fotolia.com
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Seit „Der weiße Hai“ gelten die Meerestiere als extrem gefährliche Räuber. Auch das gerade gestartete „The Shallows“ setzt auf diese Angst. Doch was ist an dem Mythos um den Weißen Hai eigentlich dran?

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Steven Spielbergs „Der weiße Hai“ ist nicht nur ein Meilenstein der Kinogeschichte. Das Drama von 1975 um die Jagd nach dem aggressiven Hai setzte sich auch so in den Köpfen der Menschen fest, dass weiße Haie als extrem gefährliche Räuber gelten. Auch jetzt bedient ein neuer Kinofilm diese Angst: In „The Shallows“ (Start 25.8.) muss sich Hollywoodschauspielerin Blake Lively an einem einsamen Strand gegen einen solchen Raubfisch wehren und um ihr Leben kämpfen.

Doch was ist dran an diesem Mythos des gefährlichen Tieres? Ist der Weiße Hai tatsächlich auch auf Menschen als Beute aus? Sieben Fakten, die man über die bedrohte Tierart wissen sollte:
 
Der Weiße Hai ist in der Tat der größte Raubfisch der Meere. Laut World Wide Fund for Nature (WWF) kann er etwa drei bis sechs Meter lang werden, vermutlich auch länger. Er kann ein Gewicht von etwa 2000 Kilogramm erreichen. Die Weibchen sind meist größer als die Männchen.
 
Er ist das am stärksten zubeißende bekannte Lebewesen. Seine scharfen Zähne sind bis zu 7,5 Zentimeter lang. Er kann farbig sehen und verfügt über einen ausgezeichneten Geruchssinn. Auf kurze Distanz kann er mit einem Tempo von etwa 60 Kilometern pro Stunde durchs Meer schwimmen und bis zu 1000 Meter tief tauchen.
 
Der Weiße Hai ist allerdings kein Monster, betonen Wissenschaftler. Attacken auf Menschen sind selten. Sie sind für ihn als Nahrung nicht von Interesse. Surfer oder Schwimmer sind vermutlich gefährdet, weil ihre Konturen im Wasser Robben ähneln. Jährlich werden weltweit nicht einmal 100 Attacken von Haien auf Menschen registriert, von denen nur fünf bis zehn tödlich enden.
 
Ausgewachsene Tiere bevorzugen fettreiche Nahrung. Deshalb sind sie vor allem in der Nähe größerer Kolonien ihrer Lieblingsbeute Seelöwen, Seehunde oder Robben zu finden – beispielsweise in den Gewässern vor Südafrika, Australien und Kalifornien. Weiße Haie kommen weltweit in den gemäßigten Regionen vor – etwa im Mittelmeer -, im Winter auch in subtropischen und tropischen Meeren.
 
Experten gehen davon aus, dass Weiße Haie über 70 Jahre alt werden können.
 
Der einzige bekannte natürliche Feind ist der große Schwertwal (Orca). Vor allem der Mensch bedroht die Bestände. Nach WWF-Angaben ist der Raubfisch spätestens seit dem Erfolg des Kinofilms „Der Weiße Hai“ in den 1970er Jahren eine begehrte Trophäe bei Sportfischern. Zähne und Kiefer erzielen demnach hohe Preise.
 
Der Weiße Hai ist die am meisten geschützte Haifischart der Welt und trotzdem stark gefährdet. [Margret Scholtyssek/kw]

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