ARD bringt Jugendkanal endgültig auf den Weg

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Mit der Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung durch die Intendanten bringt die ARD den Jugendkanal der Öffentlich-Rechtlichen auf den Weg. Für Oktober ist der Start des Online-Programms vorgesehen, desswn Sendungen eine unbeschränkte Verweildauer haben sollen.

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Dem Start des viel diskutierten Jugendkanals von ARD und ZDF steht kaum noch etwas im Weg. Mit der Unterschrift der Intendanten unter die Verwaltungsvereinbarung auf deren Sitzung in Potsdam wurden die „organisatorischen, strukturellen und finanziellen Weichen gestellt“, wie es die ARD-Vorsitzende Karola Wille auf der Pressekonferenz am Mittwoch bekannt gab.

Das ausschließlich online erscheinende Programm hat allerdings weiterhin keinen Namen, dieser soll erst später von den Intendanten beraten werden. Die Inhalte der Seite, die bereits für erste Einblicke online ist, werden von ARD und ZDF eigenständig entwickelt und sollen, im Gegensatz zu den anderen Angeboten der öffentlich-rechtlichen Sender, eine unbeschränkte Online-Verweildauer haben. Vielmehr soll diese laut ARD „nach journalistischen Kriterien so bemessen sein, dass die Lebenswirklichkeit und die Interessen junger Menschen abgebildet werden.“
 
Auch verspricht der Sender, dass das Programm, welches zu zwei Dritteln von der ARD und zu einem Drittel vom ZDF finanziert wird, werbefrei bleibt und ohne Sponsoring auskommt. [buhl]

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4 Kommentare im Forum

  1. Es ist schon beschämend und bezeichnend zu gleich für die ÖRR-Anstalten bei gemeinsamen Projekten keine innovativen und ansprechenden Bezeichnungen dafür zu finden - beim KIKA und bei den gemeinsamen Morgen- & Mittagsmagazinen. Die sind wirklich einfallslos und dafür erhalten sie von uns allen Geld - für ebendiese Einfallslosigkeit und Monotonie. Wenn einem bisher nichts wohlklingendes eingefallen ist, wird es das so kurz vor Launch noch weniger und es wird sicher genau so innovativ wie KIKA oder moma & Co. Ein Wunder ist es jedoch bei phoenix, mehr oder weniger. Man kann den ÖRR nur zerpflücken und schlechtreden, obwohl er eigentlich eine sehr gute Sache ist. Aber da es inkompetente und geldgierige Intendanten und Gremien gibt und auf der anderen Seite die politische Seite dort so tief verflochten ist, wird der ÖRR nie das sein oder werden wofür er konzeptioniert wurde. Einen gemeinen Auftrag zu erfüllen, Programm für alle zu gestalten - jung und alt. Das Erste und ZDF können sich noch so um "Verjüngung" bemühen, so lange sie nur auf Krimis & Co bei Produktionen setzen, missachten sie die Interessen der anderen. Die BBC beachtet jung und alt und produziert alle Genres. Unserer spricht nur über Krimis und seine Einschaltquoten und über nichts anderes. Nicht viel besser wird es beim sogenannten "Jugendangebot" werden, wie einst vollmundig bei zdf_neo und 1plus angekündigt, diese Programme zu verjüngen, wird das neue Gemeinschaftsprojekt auch kein Kassenschlager bei der gewünschten Zielgruppe. Reformiert will der ÖRR nicht werden, mehr Geld will er haben. Aber ein Mehr an Vielfalt/Diversität in allen Bereichen findet nicht statt. Also warum soll das neue Angebot besser als neo oder 1+ angenommen werden? Nur weil es im Netz ist? Das ist nicht genug und das wird sich zeigen, dass die alle Zuständigen nichts verstehen und daher eine Fehlbesetzung sind bzw dass eine Reform wirklich überüberfällig ist!
  2. Warum muss es diesen Jugendkanal überhaupt geben? Als Online-Programm schickt man den Kanal gegen sämtlichen weltweit verfügbaren Online-Kontent ins Rennen. Die Zielgruppe ist somit schon mit allem möglichen bestens überversorgt. Wie ist denn ein hinterher aufgezogenes öffentlich-rechtliches Konkurrenzangebot überhaupt mit der "Grundversorgung" rechtzufertigen?
  3. Also das wäre bei all den baustenn im System der ÖR nun wirklich das Letzte, worüber ich mich echauffieren würde. Die Kinder, die ich so erlebt habe, denen war es ziemlich egal, ob der KiKa nun KiKa heisst oder XYZ. Das mit dem Schlechtreden ist aber eine Foren- /Internetspezialität. Das es nur im Netz ist, ist keine Entscheidung der ÖR sondern eine Vorgabe der Politik. Die ÖR hätten es wohl lieber "normal" verbreitet von daher glaube ich nicht, dass man glaubt, nur weil es im Netz ist läuft es besser.
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