„Dogan“ bietet für ProSiebenSat.1

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der größte türkische Medienkonzern „Dogan“ hat nach Angaben der „Financial Times Deutschland“ ein Gebot abgegeben und ist damit in der nächsten Bieterrunde.

Damit darf der türkische Aspirant jetzt die Bilanzen des zum Verkauf stehenden deutschen Sendekonzerns ansehen. Nach weiteren Angaben der „FTD“ könnte die Axel Springer AG, vorausgesetzt Dogan erhält den Zuschlag, großen Einfluss auf ProSiebenSat.1 erhalten. Grund: Wie DIGITAL FERNSEHEN am Donnerstag berichtete, hat Springer sich mit 25 Prozent bei der Fernsehsparte Dogans eingekauft.

Damit hat Dogan gute Chancen, denn in dem eilig vorangetriebenen Bieterverfahren kann von entscheidender Bedeutung sein, die Bücher von ProSiebenSat.1 bereits zu kennen. Und dieses Wissen bringt der Springer Verlag selbstverständlich mit: Erst Anfang des Jahres war der schon vereinbarte Kauf der Sendergruppe durch den Verlag am Veto des Bundeskartellamts gescheitert. Dogan, die die größte türkische Tageszeitung, die „Hürriyet“ herausgeben, und der Axel Springer Verlag, arbeiten schon seit vielen Jahren eng zusammen.

Die Verkäufer um den US-amerikanischen Medieninvestor Haim Saban wollen nach Insider-Angaben drei Milliarden Euro für ihren 50,5-prozentigen Anteil erzielen. Laut FTD sei das Angebot von Dogan nicht das Höchste: Die ebenfalls um ProSiebenSat.1 buhlenden Finanzinvestoren (DFberichtete) sollen mehr Geld geboten haben. [lf]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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