Testverfahren ab Freitag: WDR bastelt am TV-Klang

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Störende Hintergrundgeräusche, zu laute Musik, zu leise Dialoge, all das will der WDR gerade verbessern. Bei dem Testverfahren wird auch das Publikum zurate gezogen.

Der WDR und das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen testen gerade mit Dialog+ ein neues Verfahren. Dieses Tool basiert auf einer Künstlichen Intelligenz und soll die Sprachverständlichkeit neuer und älterer Produktionen verbessern können. Bereits jetzt soll das Programm erste Ergebnisse liefern.

Das Publikum wird bei den aktuellen Tests eingeladen, an einer Online-Umfrage zu Dialog+ teilzunehmen. Die Testseite wird ab dem 25. September freigeschaltet. Dort soll man zwischen dem normalen und dem technisch optimierten Audiokanal hin- und herschalten können.

Während des Tests werden drei Videoclips mit jeweils beiden Audiokanälen gezeigt. Dabei handelt es sich um Ausschnitte aus der Dokureihe „Abenteuer Erde“, einem Sportevent sowie einer „Tatort“-Folge. Anschließend soll das Publikum neun Fragen über die Sprachverständlichkeit beantworten. Das Ergebnis gibt dann dem Sender Aufschluss für die weitere Planung und Arbeit.

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  • WDR-Logo: © WDR

1 Kommentare im Forum

  1. Jetzt soll also eine KI den Ton "schöner machen"? Es würde schon einiges zum Verständnis von Fernsehton beitragen, wenn die Sender endlich mal dazu übergehen würden, wenigstens einen Center-Kanal zu verwenden (auch 3-Stereo genannt, also Ton in 3.0-Konfiguration). Bereits bei der Entwicklung der analogen HD-Standards, MUSE in Japan und HD-MAC in Europa, wurde erkannt, dass ein mittig frontal platzierter Lautsprecher ausschließlich für Sprache das Tonverständnis massiv verbessern und ein entspanntes Hören fördern würde. Seit dem sind "nur" 30 Jahre vergangen und unsere Sender kodieren sämtliche Eigenproduktionen abseits von Spielfilmen noch immer im "antiken" Stereo. Dabei liegen doch oft sämtliche Sprachquellen diskret vor. Egal ob der Sprecher aus dem Off, ein interviewter Mensch, ein Sänger oder ein Moderator. Jeder davon wird mit einem eigenen Mikrofon aufgenommen. Doch dann wird alles mit den Hintergrundgeräuschen und mit Musik, Effekten und Co. zusammengepanscht. Auf dass die heimischen AV-Receiver es mit Dolby Pro Logic oder vergleichbaren Algorithmen wieder versuchen, auseinander zu frickeln. Das klappt dann nicht mehr so gut! 3.0, 4.0, 5.0 oder gar 5.1 sind wohl zu einfach, was?
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