Club MTV: Pay-TV-Spartensender vorgestellt

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Logo: Club MTV
© Screenshots: Auerbach Verlag; Logo: Club MTV
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Die deutsche Fernsehlandschaft hat mittlerweile unzählige Pay-TV-Kanäle. Damit Sie auch musikalisch unterhalten werden und Ihnen kein Highlight mehr entgeht, stellt DIGITAL FERNSEHEN in unser Serie „Pay-TV-Spartensender vorgestellt“ regelmäßig einen neuen Musiksender vor. Heute ist „Club MTV“ dran.

Steckbrief

Name: Club MTV
Sparte: Musiksender
Senderstart: 27. Mai 2014 (als MTV Dance [Europe])
Sendezeit: 0-24 Uhr
Ausstrahlungsformat: SD

Club MTV ist ein von ViacomCBS betriebener Pay-TV-Sender mit dem Schwerpunkt Dance, R’n’B und elektronischer Musik. Es ist der Nachfolgesender von MTV Dance.

Er teilt sich fast das Schicksal mit seinem Schwestersender MTV 90s und wird bei uns über das „MTV Tune Inn“ Paket von Net Cologne oder NetAachen verbreitet, hat sich aber zusätzlich noch ins Netz von Wilhelm Tel gemogelt. Auch hier gibt es natürlich nur SD-Auflösung. Dass das alles theoretisch besser ginge, sieht man beim Mitbewerber Clubbing TV – junge Menschen kann man durchaus über Streaming-Dienste erreichen, Viacom ist aber einfach nicht willens.

Über den Tag verteilt gibt es acht Programmblöcke, die sich aus vier verschiedenen Sendungen zuammensetzen. „Non-Stop Bangerz!“, „Reload! Club Classics“, „Big Tunes“ und „Hip Hop & R’n’B Beats“. Letztere beginnt im Abendprogramm, wenn beim 90s-Schwesterkanal selbige Strecke endet.

Theoretisch sind eine Webseite, ein Facebook-Kanal und ein Instagram-Account vorhanden – praktisch wiederum allerdings nicht. Sämtliche Auftritte gehören zur am 20. Juli 2020 eingestellten UK-Version des Senders und wurden auch schon vorher nicht mehr ordentlich gepflegt.

Programm Club MTV
© Screenshot: Auerbach Verlag

Ein typischer Tag bei Club MTV

05:00 – Non-Stop Bangerz!
10:00 – Reload! Club Classic
11:00 – Big Tunes!
16:00 – Hip Hop & R’n’B Beats
17:00 – Non-Stop Bangerz!
21:00 – Reload! Club Classic
22:00 – Hip Hop & R’n’B Beats
23:00 – Big Tunes!

Empfang

Webseite:
Satellit:
Kabel: u.a. Net Cologne (SD), Net Aachen (SD)
IPTV:
Sonstige:

Sie haben Anmerkungen zur Reihe „Pay-TV-Spartensender vorgestellt“? Schreiben Sie uns an leserbriefe@digitalfernsehen.de – wir freuen uns.

Bildquelle:

  • programm_clubmtv: © Screenshot: Auerbach Verlag
  • einstieg_musiksender_clubmtv: © Screenshots: Auerbach Verlag; Logo: Club MTV

17 Kommentare im Forum

  1. Eigentlich finde ich diese Serie der Vorstellung von Pay TV Spartensendern ganz gut. Befürchte aber, dass sie heut zu Tage schon bisl wie aus der Zeit gefallen erscheinen kann. Vor 10-15 Jahren wäre sie sicher treffender gewesen. Nun gut, hiesige Foristen, Schreiber eingeschlossen, die überwiegend nicht mehr zum "Jungvolk" gehören, lungern vielleicht auch nicht stundenlang bei Youtube und vergleichbaren Videoplattformen herum, bzw. ziehen sich ausschließlich von dort "Zeuch" rein. Was die ganzen MTV Sender betrifft: "Rin in die Kartoffeln", raus aus den Kartoffeln". Nach jenen Motto geht es bei Viacom ja nun seit mindestens 1997/98, wo sie MTV zum ersten Mal analog verschlüsselten. MTV mal als Pay TV, dann wieder Free TV, mal ein Pay Bouquet erstellt, lieblos laufen lassen, oder wie hier ohne HD, irgendwann wieder eingestellt. Hinzu dann auch der "programmliche Hickhack" bei MTV. Mal Musik stark eingedämft, Unterhaltungselemente hinzu + Scripted Reality, kräftig umgerühert und fertig ist das Produkt. Nach einer gewissen Weile wieder das Programmschema über den Haufen geschmissen, etwas anderes versucht, auch die Musikrichtung und dann wieder von vorne mit mehr Musik. Allerdings hat sich MTV die letzten Monate mit den Themenwochenenden zum Positiven verändert. Auch insgesamt mit mehr Musik, anstelle von Teenie- und Scripted Reality Trash. Die Sparten Pay Sender erlebten trotzdem ein ständiges auf und ab, vom Inhalt, der Verbreitung, sowie ob überhaupt (in D) empfangbar. Verlässlichkeit sieht halt anders aus, als was MTV hier für D "fabriziert". Die Musiksender der High View Gruppe mal als positives Gegenbeispiel angeführt. Auch wenn jene diverse Wandel erleben mussten. Ohne wäre dem alten Deluxe Music sicher ein jähes Ende beschert gewesen. Ähnlich wie dem IM1 und weiteren gewesenen Musiksendern. Empfängt man heute jedoch ausschließlich per Astra1, ist das Musiksenderangebot auch ziemlich spärlich. Vielleicht auch ein Abbild des deutschen Musiksenderangebots insgesamt. In anderen Ländern (UK, Polen, andere Länder Osteuropas, nordische Länder) geht es ja durchaus besser. Sind wir beim Werbemarkt und der Verbreitung. Der deutsche Werbemarkt ist sicher für Musiksender ungeeignet, hinzu die Gema Kosten + Verbreitungskosten. Dann werden Musiksender ja nur spärlich auf "Plattformen" angeboten. Und was kaum angeboten, wie hier im Artikel genannter Sender, findet dann nicht statt. Ausnahme bildet vielleicht Waipu TV. Da zähle ich derzeit mindestens 10 Musiksender. Ich denke das können und wollen andere Plattformen derzeit kaum anbieten.
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