Vodafone bringt Deutschlandradio zurück ins Unitymedia-Netz

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@ Vodafone

Vodafone und Deutschlandradio haben eine langfristige Kooperation geschlossen, durch die der bundesweite Info-Sender wieder zurück ins Unitymedia-Kabelradionetz kehrt. Hinzu kommt noch ein Sondersender.

Unitymedia speist die Hörfunkprogramme Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova wieder ein. Die neue Vereinbarung ist zugleich das Ende eines seit 2013 laufenden Rechtsstreits zwischen Unitymedia und Deutschlandradio um Einspeiseentgelte, den die beteiligten Parteien einvernehmlich beigelegt haben. Die Frage, ob diese Verbreitung eine vertragliche Grundlage und insbesondere eine Vergütung erfordert, war Gegenstand zahlreicher Gerichtsverfahren.

Kunden von Unitymedia empfangen ab Anfang nächsten Jahres wieder die Hörfunkprogramme Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur, Deutschlandfunk Nova sowie neu den Sonderkanal Dokumente & Debatten in digitaler Form. Zudem erhalten Kunden von Vodafone und Unitymedia über die Plattformen GigaTV (Vodafone) und Horizon (Unitymedia) im Verlauf des nächsten Jahres Zugang zur Dlf Audiothek – ein genauer Termin dafür steht noch nicht fest.

Unitymedia hatte Anfang 2019 die Verbreitung der drei Deutschland-Radio-Programme in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen analog und digital eingestellt. Deutschlandradio hatte zuvor den Vertrag zur Verbreitung seiner Programme im Netz der Unitymedia zum Ende des Jahres 2018 gekündigt. Seitdem wurde über eine neue Anschlussvereinbarung zur Kabelverbreitung der Programme des Dlf bei Unitymedia verhandelt.

Bei Vodafone sind die Hörfunksender bereits Bestandteil des Programmangebots.

Bildquelle:

  • unitymedia_vodafone: @ Vodafone

29 Kommentare im Forum

  1. Ich habe noch nie ein Unternehmen erlebt, das derart konsequent daran gearbeitet hat, dass seine Kunden abspringen wie Vodafone bzw. seine Vorgängerunternehmen. Bei uns im Ort haben schon mindestens 50 % der Leute während der Digitalisierungsphase auf Satellit umgestellt und die Kabelverträge, die teils schon sehr lange bestanden, gekündigt. Es fing an mit der Verschlüsselung der SD(!)-Privatkanäle und eskalierte mit der Ausspeisung von Teilen der ÖR während des im Artikel angesprochenen Rechtsstreits. Fehlerhafte Hardware, die den Leuten vorgeschrieben wurde und teils nicht funktionierte, beschleunigte noch den Prozess. Das ging sogar soweit, dass unser lokaler Fachhändler den Leuten dringend zum Umstieg geraten hat, soweit es rechtlich möglich war (Mietwohnungen/-häuser). In den Neubaugebieten kommt mittlerweile gar kein Fernsehkabel mehr in die Straßen, da Vodafone bei Anfragen verlauten ließ, dass die Leute den Ausbau selbst bezahlen müssen. Ohne die Zwangskunden wäre diese Technik mit Sicherheit schon mausetot.
  2. Das stimmt, jetzt ist es auch so. Aber die Korrektur kam zu spät, da hatten hier alle schon Antennenanlagen installiert. Von denen geht keiner mehr zurück.
  3. Also erst mal frage ich mich, warum das in Zeiten von DAB+, Internetradio usw. überhaupt noch ein Thema ist, dass ein national empfangbares Radioprogramm bzw. Programme wieder ins Kabel eingespeist werden. Da muss man sich vielleicht doch fragen, wie viele Kunden sich darüber überhaupt freuen, bzw. anders gesagt, diesen Zustand überhaupt "bemerken." Darüber hinaus, Kabelfernsehen könnte sich in der Form echt selbst überleben. - SAT-TV ist günstig zu realisieren, wenn die örtlichen Gegebenheiten passen. Man braucht ja heute keinen Fachmann mehr zur Inbetriebnahme einer Antenne. - Es gibt IPTV aus verschiedensten Quellen, Entertain, Zattoo usw. - Streaming Dienste kommen immer mehr in Mode,. nicht nur Netflix u. Prime Video, sondern eben auch Dienste wie JOYN, TVNOW usw. Anders gesagt, es fehlt so ein bisschen die Notwendigkeit, sich nen teuren Kabelanschluss ins Haus zu holen, verbunden mit irgendwelcher Hardware, Modulen und langer Laufzeit.
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