
- Spezial Die Burton-Galerie
- Komisch, morbide, bizarr, "schräg"
erstellt am 26.03.2010 von Falko Theuner
Ihn einen einfachen Regisseur zu nennen, erscheint angesichts seiner Talente ein wenig vermessen. Tim Burtons Œuvre umfasst inzwischen 14 Kinofilme, zahlreiche Gedichte, Malereien, Illustrationen, Fotografien, Geschichten und Drehbücher. Wir schnappten uns alle Burton-Blu-rays, die wir finden konnten, um sie in dieser Galerie auszustellen.

- Untitled (Blue Girl with Skull)Bild: Musem Of Modern Art

- Jonny DeppBild: Warner Home

- Burton hat viele TalenteBild: Museum of Modern Art
Es war einmal ein introvertierter Junge namens Timothy William Burton. Er lebte in einer kleinen, urbanen Siedlung in Burbank, Kalifornien. Um dem versnobten und langweiligen Vorstadttreiben zu entkommen, floh er oftmals in die fantastischen Welten japanischer Monsterfilme, amerikanischer Comic-helden und billiger Science-Fiction- Streifen. Anstatt dem Unterricht zu folgen, füllte er seine Schulhefte lieber mit Skizzen von skurrilen Figuren und andersartigen Wesen und drehte mit 13 Jahren seine ersten Super-8-Filme. Darunter fallen "The Island Of Dr. Agor" (1971) sowie "Houdini: The Untold Story" (1971).

- Gestatten, Tim Burton r. (hier an der Seite von Jonny Depp): Künstler, Exzentriker und Regietalent. Seine Markenzeichen sind die krause Frisur und sein Interesse am Leben nach dem TodBild: 20th Century Fox
Mit ihnen wollte er es seinen großen Vorbildern aus den Horror- und Science-Fiction-Filmen gleichtun. Als Jugendlicher blieb Burton seinem Hobby als Liebhaber abstruser Filme und Fernsehserien treu. Zusätzlich schrieb und illustrierte er das Kinderbuch "The Giant Zlig" (1976). Seine kreative Ader brachte ihm nach der Highschool ein Disney-Stipendium sowie einen Studienplatz am California Institute of the Arts (CalArts) ein.
Hier erwarb er das Handwerkszeug für seine spätere Berufung und widmete sich intensiv dem Film. Seine Abschlussarbeit, "Stalk Of The Celery Monster" (1979), ließ dann so langsam erahnen, welche Richtung Tim Burton später einmal einschlagen würde: Morbide Gothic-Elemente, die in den Alltag einbrechen, sollten sein unverkennbares Markenzeichen werden. Wegen seines filmischen und zeichnerischen Talents erhielt Burton eine Stelle als Assistenzzeichner in den Disney-Studios.
Eigentlich stellte er sich den Job eines Inbetweeners interessanter vor. Doch das Zeichnen unzähliger Phasen einer Figur ermüdete den Kreativling alsbald. Das Studio erkannte das Problem und setzte ihn als Konzeptdesigner für "Taran und der Zauberkessel" (1985) ein. Burtons Zeichenstil passte aber so gar nicht in die Disney-Schiene, sodass seine Artworks kurzerhand abgelehnt wurden. Da niemand etwas mit einem Künstler wie Burton anzufangen wusste, überließ man ihn seinen eigenen Projekten.
Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.


















