[DF vor 100 Ausgaben] Selbstbauschüssel und interaktive Zukunft

01.09.2011, 16:07 Uhr, rp

Einmal im Monat blicken wir zurück auf das, was in der digitalen Welt zu Beginn des 21. Jahrhunderts passierte. Die DIGITAL FERNSEHEN-Redaktion blättert dazu in älteren Ausgaben. Heute ist die Ausgabe 4/2003 an der Reihe, welche im März 2003 erschien.

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DIGITAL FERNSEHEN 4/2003

Bild: Auerbach Verlag


Bereits im Jahr 2003 nahmen wir uns der Analogabschaltung an. Nachdem Länder wie Großbritannien, die skandinavischen Staaten aber auch die Beneluxländer schon längst ausschließlich digital die Signale über Satellit übertrugen, gingen die Gerüchte von einem schnellen Wechsel auch in Deutschland um. Die Redaktion von DIGITAL FERNSEHEN zeigte daher einmal mehr die Vorteile des digitalen Empfangs mit all seinen Stärken wie dem EPG, der größeren Programmvielfalt aber auch dem besseren Bild auf. Heute wissen wir, dass es bis zur wahren Analogabschaltung noch neun Jahre dauern sollte.

Zu Besuch bei Lesern – Satellitenempfang dank des Trabis


 
Zum ersten Mal schaute die Redaktion im April 2003 zudem hinter die Wohnungstür der Leser. Hans Scholz, vielen bekannt als Scholli aus dem DF-Forum, schilderte, wie er zum Satellitenempfang kam. Stolz präsentierte uns der ehemalige Physiklehrer seine Selbstbauantenne aus Trabi-Plaste. Der heutige HDTV- und 3D-TV-Enthusiast gab in dieser Ausgabe zudem Auskunft darüber wie er zum DXer wurde . Schon zum damaligen Zeitpunkt war Hans Scholz von der Überreichweitensuche hin zum Qualitäts-DXer geworden. Vor allem die Bild- und Tonqualität sind dem Rentner sehr wichtig.

Der Leidensweg von MHP


Ein weiteres Thema war auch die Multimedia-Home-Plattform (MHP). Das mittlerweile in Deutschland glücklos beerdigte Projekt wollte mithilfe des Privatsenders ProSieben Fahrt aufnehmen und die Zuschauer beim Fernsehen stärker einbeziehen. Nachdem zur Cebit 2003 das Projekt erstmalig von ProSieben getestet wurde, sollte es zur Funkausstellung einen weiteren Testlauf mit MHP geben. Zum geplanten Regelbetrieb kam es nie. Nicht zuletzt wegen des stiefmütterlich behandelten Rückkanals blieb dem interaktiven Standard der Durchbruch verwehrt. Die Zukunft heißt daher HbbTV.

Dauerbrenner – Sharp Dot4-LNB überzeugt noch heute


Natürlich durften auch die Tests in Ausgabe 4/2003 nicht fehlen. Die Testredaktion nahm drei Receiver der Marken Samsung, Grundig und Fast TV unter die Lupe. Ein Renner ist keines der Geräte geworden. Lange Zeit hat sich allerdings der erstmals in einer Fachzeitschrift getestete Sharp Dot 4-LNB gehalten. Der kleine Empfangshelfer, der ausschließlich als Single-Version angeboten wurde, war über Jahre die Referenz, wenn es um einen leistungsstarken Low-Noice-Block ging.
 
Linux gehörte auch 2003 schon zu den Schlagworten. Viele Leser warteten sehnsüchtig auf eine weitere Folge des "Linux in der D-Box"-Workshops. Im April 2003 beschäftigte sich dieser mit dem Thema Videostreaming. Hierbei zeigte die Redaktion, wie man die empfangen Daten einer D-Box 2 mit Linux an den PC weiterleitet und dort archiviert. Was heute zu den Alltagsfunktionen zählt, war zum damaligen Zeitpunkt eine kleine digitale  Revolution.
 
In der Rubrik "DIGITAL FERNSEHEN vor 100 Ausgaben" werfen wir künftig an jedem ersten Donnerstag im Monat einen Blick in die früheren Tage der führenden Fachzeitschrift zum Thema Digital-TV. Ab dem morgigen Freitag (2. September) finden Leser die aktuelle Ausgabe 105 (10/2011) druckfrisch am Kiosk, Abonnenten haben Sie bereits im Briefkasten. Das Heft ist natürlich auch in unserem Online-Shop sowie im Abonnement erhältlich. 

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